zum Hauptinhalt springen
Zurück

philoro FAKTENCHECK: Trump vs. Powell

Warum Gold explodiert und Silber Geschichte schreibt.

14. Januar 2026

Ein historischer Moment für Edelmetall-Anleger: Gold erreicht erstmals die Marke von 4.600 US-Dollar – und seigt weiter. Gleichzeitig passiert im Silbermarkt etwas, das es so noch nie gegeben hat. In diesem FAKTENCHECK von philoro TV analysiert Moderator Joachim Brandl, warum politische Eskalation, Notenbank-Streit und das Verhalten der Großbanken eine neue Phase für Gold und Silber eingeläutet haben.

Gold durchbricht die 4.600-Dollar-Marke

Was vor einem Jahr noch undenkbar schien, ist jetzt Realität: Der Goldpreis erreicht ein neues Allzeithoch. Auslöser ist nicht nur geopolitische Unsicherheit – sondern ein direkter Konflikt zwischen dem Weißen Haus und der US-Notenbank.

Der Markt reagiert sensibel, weil hier mehr auf dem Spiel steht als ein Zinsschritt: Es geht um das Vertrauen in das globale Geldsystem. Während der US-Dollar deutlich unter Druck gerät, fließt Kapital in Gold als letzten neutralen Wertspeicher.

Großbanken gehen erstmals Netto-Long bei Silber

Noch brisanter als Gold ist die Entwicklung am Silbermarkt. Laut COMEX-Daten haben große US-Banken ihre historisch dominanten Short-Positionen aufgegeben – und sind auf die Käuferseite gewechselt.

Das ist ein Paradigmenwechsel:

  • Banken waren jahrzehntelang Netto-Short

  • Jetzt setzen sie offiziell auf steigende Preise

  • Short-Risiken werden abgebaut

  • Die Marke von 86 US-Dollar wurde durchbrochen – Rekordhoch

Diese Positionswechsel signalisieren: Selbst die mächtigsten Marktteilnehmer rechnen mit einer strukturellen Verknappung und weiter steigenden Preisen.

Ein politischer Konflikt mit globalen Folgen

Der unmittelbare Auslöser der Marktverwerfungen: Strafrechtliche Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell. Offiziell geht es um Unregelmäßigkeiten bei der Renovierung von Fed-Gebäuden – Powell spricht von einem Vorwand.

Im Kern steht ein Machtkampf:

  • Trump fordert aggressive Zinssenkungen

  • Powell blockiert aus geldpolitischer Verantwortung

  • Die Unabhängigkeit der Fed steht infrage

Für die Märkte ist das ein rotes Tuch. Denn eine politisch gesteuerte Notenbank bedeutet: weniger Vertrauen, mehr Inflation, mehr Flucht in Sachwerte.

Wenn Institutionen wanken, gewinnen Edelmetalle

Die aktuelle Bewegung ist keine kurzfristige Panikreaktion. Sie ist Ausdruck eines tieferen Problems: dem Verlust institutioneller Glaubwürdigkeit.

  • Der US-Dollar bricht ein

  • Gold und Silber steigen parallel

  • Banken decken Risiken ein

  • Anleger suchen nicht Rendite, sondern Sicherheit

Gold und Silber funktionieren hier nicht als Spekulation, sondern als ehrliche Währungen – unabhängig von Politik, Justiz und Zentralbanken.

Fed-Sitzung Ende Jänner als entscheidender Moment

Die nächste Fed-Sitzung wird zum Lackmustest:

  • Bleibt die Notenbank standhaft?

  • Oder beugt sie sich dem politischen Druck?

Eines ist bereits klar: In Phasen maximaler Unsicherheit erfüllen Gold und Silber exakt die Rolle, für die sie seit Jahrtausenden gehalten werden – als stabiler Wertanker für Vermögen.