Goldnachfrage deutlich über langfristigem Durchschnitt

Goldnachfrage deutlich über langfristigem Durchschnitt 31.10.2023

Goldnachfrage deutlich über langfristigem Durchschnitt

Die Gesamtnachfrage nach Gold weltweit ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 1’267 Tonnen gestiegen. Die Zentralbanken kaufen nach wie vor überdurchschnittlich viel Gold. Im Investmentbereich weisen China und einzelne Länder des mittleren Ostens bei Münzen und Barren einen besonders hohen Bedarf aus. Dies zeigt der aktuelle Bericht des World Gold Council (WGC). Weil der Goldpreis angesichts des kürzlich ausgebrochenen Nahost-Konflikts im Steigen begriffen ist, dürfte der Bedarf nach Ansicht von Experten weiter zunehmen.

Die Gold-Nettokäufe der Zentralbanken betrugen im dritten Quartal dieses Jahres 337 Tonnen, was dem drittstärksten Quartal seit der Aufzeichnung der Daten des WGC entspricht. Damit reicht die Nachfrage zwar nicht mehr an die aussergewöhnlichen 459 Tonnen aus dem dritten Quartal 2022 heran, doch summiert man den Bedarf der ersten drei Quartale dieses Jahres auf, so haben die Zentralbanken dieses Jahr bereits 800 Tonnen Gold gekauft, was einer Zunahme von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Im Vergleich zum Vorquartal wieder mehr Münzen und Barren gefragt

Die Investitionsnachfrage war im dritten Quartal 2023 mit 157 Tonnen um 56 Prozent höher als im Vorjahr. Die Barren- und Münzinvestitionen gingen im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 296 Tonnen zurück. Im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres zeigt sich aber eine steigende Tendenz. Betrug der Bedarf nach Münzen und Barren im zweiten Quartal 2023 noch 277 Tonnen, so war er im dritten Quartal bereits auf 296 Tonnen gestiegen (+6 %).

Im Vorjahresvergleich nahmen die Käufe von Münzen und Barren im dritten Quartal in China mit 82 Tonnen (+16 %) nochmals stark zu. Hinzu kommen einzelne Länder des mittleren Ostens wie die Vereinigten Arabischen Emiraten mit 3 Tonnen (+ 55%) und Russland mit 9 Tonnen (31 %). In Europa war ein Rücklauf zu verzeichnen, wobei dieser in der Schweiz mit 27 Prozent (8 Tonnen) viel weniger ausgeprägt ist als zum Beispiel in Deutschland mit 73 Prozent (12 Tonnen).

Teuerung steigert die Verkäufe von Edelmetallprodukten

«Auch wenn die Teuerung in der Schweiz nicht ganz so ausgeprägt ist wie in anderen Ländern Europas, so hat die Kauffreude bei Münzen und Barren auch hierzulande etwas nachgelassen», sagt Christian Brenner, Geschäftsführer des Edelmetallhändlers philoro SCHWEIZ.

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Demgegenüber hätten die Leute in letzter Zeit vermehrt Edelmetallprodukte und Altgold verkauft, um an Geld zu kommen, erklärt Brenner. Bei philoro SCHWEIZ hat der Ankauf von Edelmetallen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 120 Prozent zugenommen. Obwohl die Anzahl Transaktionen insgesamt gleichgeblieben ist, nahm der Umsatz um 9,5 Prozent ab, was damit zu tun hat, dass der durchschnittliche Wert des Warenkorbes abgenommen hatte. «Weil der Goldpreis seit dem Ausbruch des Nahost-Konflikts im Steigen begriffen ist, dürfte die Nachfrage nach Gold-Produkten nun wieder stärker zunehmen», sagt Christian Brenner.

Weiterhin Abflüsse bei den Gold-ETFs

Das World Gold Council (WGC) erwartet für 2023 insgesamt ein Wachstum der Gesamtnachfrage nach Gold-Anlagen. Laut dem WGC gingen die Gold-ETFs im dritten Quartal 2023 um 139 Tonnen zurück – ein weitaus geringerer Abfluss als im dritten Quartal 2022 (-244 Tonnen). Der Schmuckverbrauch gab im dritten Quartal leicht nach und sank im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 516 Tonnen bei anhaltender Stärke des Goldpreises. Die Schmuckherstellung zeigte sich mit einem Rückgang um 1 Prozent auf 578 Tonnen aufgrund des Bestandsaufbaus geringfügig widerstandsfähiger.

Die schwache Nachfrage nach Unterhaltungselektronik beeinträchtigte weiterhin das Volumen des in der Technologie verwendeten Goldes, das im Jahresvergleich um 3 Prozent zurückging auf 75 Tonnen. Die Minenproduktion erreichte im 3. Quartal einen Rekordwert von 971 Tonnen und trug dazu bei, das Gesamtgoldangebot auf 1’267 Tonnen zu erhöhen (+6 % gegenüber dem Vorjahr). Auch das Recycling war mit einem Anstieg um 8 Prozent auf 289 Tonnen höher als im Vorjahr.

Download der Presseaussendung: 

Medienkontakt

Christian Brenner, CEO philoro Schweiz AG
christian.brenner@philoro.com

Christian Iten, PR Manager philoro Schweiz AG
christian.iten@philoro.ch
+41 76 548 47 44

Über philoro SCHWEIZ AG

Die philoro SCHWEIZ AG wurde 2017 gegründet. Der europaweit agierende Edelmetallhändler ist Teil der 2011 in Wien gegründeten philoro HOLDING GmbH und zählt zu den führenden privaten Anbietern im Bereich der qualitativ hochwertigen Edelmetallveranlagung in Europa. Das Familienunternehmen hat mehr als eine Million Kunden, rund 250 Mitarbeitende und umfasst 16 Standorte im deutschsprachigen Raum sowie eine Niederlassung in New York. Die Filialen in der Schweiz befinden sich in Wittenbach bei St. Gallen und in Zürich nahe der Bahnhofstrasse. Eine Liechtensteiner Filiale gibt es in Eschen.

Die philoro-Dienstleistungen umfassen das gesamte Spektrum der Veranlagung in Edelmetalle. Dazu gehören der An- und Verkauf sowie die Lagerung von Edelmetallmetallen, das Angebot von Edelmetall-Abos und die persönliche Beratung für private und institutionelle Anleger. Neben höchsten Service- und Sicherheitsstandards im Online-Shop ebenso wie im Filialbetrieb steht philoro für höchste Qualitätsansprüche im Handel und Vertrieb, aber auch bei der Produktqualität seiner Goldbestände – von der zertifizierten, nachhaltigen Goldproduktion gemäss LBMA (London Bullion Market Association) bis zur Verarbeitung der Barren und Münzen. Qualitätsmanagement und Servicequalität von Philoro sind vielfach ausgezeichnet – u.a. von TÜV NORD und Focus Money.

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