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philoro FAKTENCHECK: Neue Rolle von Gold

Gold in der Zeitenwende: Warum sich die Rolle des Goldes gerade grundlegend verändert.

25. Januar 2026

Gold notiert auf historischen Höchstständen – doch es geht um weit mehr als den Preis. In diesem Faktencheck zeigt philoro TV, warum Gold nicht länger nur Absicherung am Rand ist, sondern ins Zentrum des globalen Finanzsystems rückt.

Gold ist nicht mehr das, was es einmal war

Die aktuellen Rekordpreise sind kein Zufall und keine kurzfristige Übertreibung. Sie sind Ausdruck einer tiefgreifenden Verschiebung: wirtschaftlich, geopolitisch und monetär. Was wir derzeit erleben, ist kein normales Marktumfeld – sondern das Ende alter Gewissheiten. Immer mehr Analysten, Banken und Investoren erkennen:

Gold reagiert nicht mehr nur auf Krisen. Es verändert seine Funktion.

Was das Weltwirtschaftsforum über die Zukunft verrät

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt sich ein klares Stimmungsbild:

  • Rund 50 % der Befragten erwarten in den nächsten zwei Jahren turbulente oder stürmische Zeiten

  • Weitere 40 % rechnen zumindest mit Instabilität

  • Nur eine Minderheit glaubt an Ruhe oder Stabilität

Die größten Risiken:

  • Wirtschaftskonflikte

  • geopolitische Spannungen

  • gesellschaftliche Polarisierung

  • Vertrauensverlust durch Desinformation und KI

Selbst globale Entscheidungsträger rechnen nicht mehr mit einer Rückkehr zur alten Ordnung.

Warum Vertrauen zur entscheidenden Währung wird

In Davos fällt ein Satz besonders ins Gewicht:

Die alte Weltordnung wird nicht zurückkommen.

Die Welt teilt sich neu auf, Machtblöcke entstehen, geopolitische Interessen dominieren. Vertrauen zwischen Staaten, Währungen und Handelspartnern schwindet – und genau hier beginnt Gold, seine neue Rolle einzunehmen.

Gold wird nicht mehr nur als Versicherung gehalten.

Es wird zum stabilen Bezugspunkt in einer instabilen Welt.

Vom Beiprodukt zum Kern-Asset

Früher:

  • Goldstandard → Maß aller Dinge

  • Danach: Gold als Absicherung, als „Beimischung“ im Portfolio

Heute:

  • Aktien steigen und Gold steigt

  • Zentralbanken bauen Goldreserven massiv aus

  • Dollar-Reserven werden reduziert

  • Schuldenstände explodieren

  • Vertrauen in Fiat-Währungen schwindet

Gold entwickelt sich vom defensiven Schutzinstrument zum zentralen Vermögensanker.

Warum klassische Modelle ausgedient haben

Das traditionelle 60/40-Portfolio (Aktien/Anleihen) verliert an Aussagekraft.

Neue Modelle rücken Gold ins Zentrum, etwa:

  • 60 / 20 / 20 – mit Gold als gleichwertiger Säule

Parallel dazu:

  • De-Dollarisation ist zur Strategie geworden

  • Länder wie China reduzieren US-Anleihen auf Mehrjahrestiefs

  • Gold wird wieder monetär gedacht – nicht spekulativ

Warum Rücksetzer möglich, aber der Trend strukturell ist

Natürlich wird es Rücksetzer geben.

Doch der aktuelle Preisanstieg ist kein kurzfristiger Hype.

Er spiegelt:

  • den Vertrauensverlust in das bestehende System

  • die Angst vor Schulden- und Finanzkrisen

  • die Suche nach einer letzten, politisch unabhängigen Sicherheit

Gold ist nicht mehr nur Schutz vor fallenden Aktien – sondern Absicherung gegen systemische Brüche.

Was denken Sie?

Ist Gold auf dem Weg zurück ins Zentrum des Finanzsystems – oder erleben wir nur eine extreme Phase?

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