Mitten in der Euphorie melden sich Analysten zu Wort, die zur Vorsicht mahnen. Stehen wir vor einer gesunden Korrektur – oder sogar vor einer Trendwende?
Im aktuellen FAKTENCHECK von philoro TV analysieren wir die wichtigsten Warnungen und ordnen sie ein.
Worum geht es in diesem Video?
Gold und Silber befinden sich in einer historischen Aufwärtsbewegung. Doch genau jetzt werden kritische Stimmen lauter. In diesem Video beleuchten wir beide Seiten: die Argumente der Edelmetall-Bullen – und die der Warner.
Themen im Überblick:
Rekordpreise bei Gold und Silber
Warum Rücksetzer zum Markt dazugehören
Welche Analysten vor Übertreibung warnen
Das Szenario einer möglichen Trendwende
Warum Silber heute fundamental anders dasteht als 2011
Rekorde, Euphorie – und hohe Erwartungen
Gold notiert bei über 4.600 US-Dollar, Silber knapp unter der 90-Dollar-Marke. Seit Jahresbeginn legte Gold rund 7% zu, Silber sogar über 26% - innerhalb weniger Wochen. Die Stimmung ist ausgesprochen optimistisch, viele Anleger sehen Edelmetalle als sicheren Hafen in unsicheren Zeiten.
Doch historische Rallyes verlaufen selten geradlinig. Selbst auf dem Weg zu neuen Höchstständen kam es immer wieder zu deutlichen Rücksetzern – teils mehrere hundert Dollar in wenigen Tagen.
Die Stimmen der Warner
Mehrere Analysten mahnen zur Vorsicht:
Korrekturen sind normal: Auch starke Trends benötigen Atempausen.
Silber ist volatiler als Gold: Anders als Gold wird Silber nicht von Zentralbanken gestützt und reagiert stärker auf Marktbewegungen.
ETF-Zuflüsse kritisch betrachtet: Einige Strategen sehen den aktuellen Ansturm auf Edelmetall-ETFs skeptisch.
Einige Marktbeobachter sprechen von einer möglichen Überhitzung – andere sogar von einer bevorstehenden Trendwende.
Stehen wir vor dem Ende des Bullenmarktes?
Der bekannte Technikanalyst Avi Gilburt geht noch weiter. Seiner Einschätzung nach könnten Gold und Silber am Ende eines rund zehnjährigen Zyklus stehen. Er verweist auf frühere Phasen, in denen trotz guter Fundamentaldaten starke Preisrückgänge folgten – etwa nach 2011 oder während der Finanzkrise 2008.
Seine These: Märkte sehen oft am stärksten aus, kurz bevor sie drehen.
Warum heute vieles tatsächlich anders ist
Bei aller Kritik: Besonders im Silbermarkt haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert.
Strukturelles Angebotsdefizit
Historisch hohe industrielle Nachfrage
Zunehmender Wunsch nach physischer Auslieferung
Deutlich weniger spekulative Übertreibung als 2011
Diese Faktoren sprechen dafür, dass fundamentale Unterschiede zu früheren Hochphasen bestehen – vor allem bei Silber.
Zwischen Euphorie und Vorsicht
Dieses Video zeigt: Auch in starken Märkten lohnt es sich, kritische Stimmen ernst zu nehmen. Ob Rücksetzer, Konsolidierung oder Trendwende – entscheidend ist, informiert zu bleiben und eigene Schlüsse zu ziehen.
Jetzt Video ansehen und selbst entscheiden, wie Sie die aktuellen Warnungen einordnen.